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Ciao! Herzlich Willkommen in Pisciotta,
einem malerischen mittelalterlichen Dorf im Sueden Italiens, gelegen im
Nationalpark Cilento.
Pisciotta liegt zwei Autostunden suedlich von Neapel und besitzt ausserdem einen Bahnhof, der das Dorf mit den wichtigsten italienischen Staedten
verbindet.
Die Urspruenge dieses antiken Dorfes sind unbekannt. Einige behaupten, seine Gruendung gehe zurueck auf die
Griechen, andere auf die Roemer. Und noch andere meinen, das Dorf sei viel juenger.
Um 1000 n. Chr. war es jedenfalls bereits bekannt.
Um 1700 wurde es zu einem der wichtigsten Zentren von Handel und Verwaltung südlich von Salerno.
Im Mittelalter wurde eine Burg gebaut, in der dann ein richtiger Prinz lebte. Es gab zu der Zeit ein ungewoehnliches Gesetz: „Ius Primae Noctis“. Der Prinz hatte das Recht, mit einer Braut die Hochzeitsnacht zu verbringen Jeder, andernfalls wurde ihr Braeutigam ins Gefaengnis
gesteckt.
Dieses mittelalterliche Gesetz brachte jedem Prinz, der es umsetzen wollte, eine Menge
Probleme...
Durch die Jahrhunderte gab es mehrere Eroberungsversuche. Dank der Lage des Dorfes (oben auf einem Huegel) und der Verteidigung durch die Kuestentuerme schafften es die Bewohner aber fast immer, das Dorf zu retten.
Einige dieser Kuestentuerme sind auch heutzutage noch bewohnt. Die aeltesten kann man mit dem Boot oder waehrend eines Strandspaziergangs erreichen.
Heute hat Pisciotta ungefaehr 3200 Einwohner.
In der Vergangenheit lebten viel mehr Menschen hier. Die jungen Leute haben jedoch in den letzten Jahren das Dorf verlassen und eine Arbeit in den grossen Staedten Norditaliens vorgezogen. All das hat aber auch positive Auswirkungen: Architektur, Sitten und Gebraeuche sind groesstenteils geblieben oder haben sich nur wenig
gewandelt.
Der Tourismus ist im Fruehjahr und im Sommer die
Haupteinnahmequelle.
Im Winter werden die Oliven geerntet und verarbeitet.
Wissen Sie, dass wir ein besonderes Olivenoel produzieren? In der Botanik wird die Olivensorte nach unserem Dorf „Ulivo Pisciottano“
genannt.
Die meisten Olivenbaeume sind mehr als 3 oder 4 Jahrhunderte alt und sind zum Naturdenkmal geworden. Sie sind nicht nur alt, sondern auch sehr schön. Einige Baeume haben einen Durchmesser von bis zu 8 Metern. Und manche sind innen hohl. Diese wurden in frueheren Zeiten als Versteck von Banditen genutzt.
Aus diesen Oliven wird eins der leckersten italienischen Olivenoele hergestellt. Es hat eine goldgelbe Farbe und dient auch medizinischen
Zwecken.
Sie sollten Pisciotta besuchen! Sie treffen auf freundliche Einwohner, koennen aussergewoehnliche Küche geniessen und sich von einem atemberaubenden Panorama berauschen
lassen.
Sie werden einen ruhigen, sauberen und friedlichen Strand vorfinden, einen gut ausgestatteten Hafen und Fischer kennenlernen, die Ihnen zeigen werden, wie man vor langer, langer Zeit Fische gefangen hat.
Auf Wiedersehen in Pisciotta.
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